Montag, 26. April 2021

Rezension: Deluxe Dreams von Karina Halle

 Sadie macht eine Rucksacktour in Europa und will gerade von Nizza nach Barcelona, als sie in einer dunklen Gasse von einem Mann angegriffen wird. In ihren Gedanken liefen dabei schon alle möglichen Szenarien ab, als ein junger Mann ihr hilft und den Angreifer in die Flucht schlägt. Da sie dabei ihren Knöchel verletzt hat, bringt er sie ins Krankenhaus und danach in ein Hotel, welches sie sich so gar nicht leisten kann. Wer ist dieser Unbekannte mit den schönen Augen?

Bei diesem Buch hat mich das Cover sofort in den Bann gezogen. Es sieht wirklich wunderschön aus, auch wenn es eigentlich recht schlicht ist. Insgesamt passt es auch super zur ganzen Story. Der Schreibstil war locker flockig und ich konnte das Buch schnell durchlesen. Die Kapitel hatten eine gute Länge und ich habe es auch sehr gemocht, dass beide Hauptcharaktere erzählen. Damit bekommt die ganze Geschichte mehr Tiefe, da man die Gedanken und Gefühle beider Charaktere erfährt.

Ich mochte Sadie und auch Olivier als Charakter sehr. Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen und mit ihnen mitfiebern. Es ist vielleicht insgesamt im Anfangsteil der Geschichte nicht sonderlich viel passiert aber zum Ende  hin ist es dann doch noch recht spannend geworden. 

Der einzige Kritikpunkt sind die vielen erotischen Szenen, die zwar niveauvoll beschrieben wurden aber für meinen Geschmack war davon einfach viel zu viel da. Ist wohl einfach das Genre. Im Prinzip habe ich ja echt nichts dagegen, aber bei mehr als zwei Runden würde es für den Ottonormalverbraucher doch unrealistisch. :D

Samstag, 24. April 2021

Rezension: Hush- Verbotene Worte von Dylan Farrow

 Shae lebt in einem Land, in dem Sprache Macht bedeutet. Es wird jedem beigebracht, dass Bücher gefährlich sind und Tinte tödlich sein kann. Denn auch ihr Bruder ist an der Krankheit gestorben, die die Tinte nach sich zieht. Das Land wird von Barden regiert, vor denen sich Shae in Acht nehmen muss, da alles was sie stickt real wird. Jedoch ist sie dann dazu gezwungen sich zu den Barden zu begeben um Antworten zu bekommen und merkt dort, wie mächtig die Worte überhaupt sind.

Das Cover und der Hype um das Buch haben mich dazu gebracht es zu lesen. Auf jeden Fall ist es ein großer Hingucker und mir gefällt das Cover wirklich sehr. Mit dem Schreibstil kam ich leider gar nicht so sehr zurecht. Ich habe Länger für dieses Buch gebraucht als ich gedacht habe. Sonst verschlinge ich solche Bücher immer aber das war für mich etwas zäh. 

Auch bin ich nicht so richtig mit der Hauptperson Shae warm geworden. Auch Erklärungen haben mir ein bisschen gefehlt. Irgendwie was für mich nichts Ganzes und nichts Halbes. Aber vielleicht kann ja der zweite Band etwas Licht ins Dunkel bringen. Auch wenn ich den ersten etwas zäh fand, so hat er mir doch recht in Ordnung gefallen, sodass ich den zweiten nicht rigoros ablehne.

Man kann das Buch lesen, es ist jedoch nicht das große Highlight, was man bei dem ganzen Hype vielleicht erwartet.

Donnerstag, 1. April 2021

Rezension: Höllenkind von Veit Etzold

 Bei einer Hochzeit der italienischen Adelsfamilie in der sixtinischen Kapelle bricht die Braut auf einmal blutüberströmt zusammen. Oberflächlich betrachtet scheint sie unverletzt zu sein. Doch was genau ist hier passiert? Der zuständige Ermittler des Vatikans scheint hier alleine nicht weiter zukommen. Wie praktisch ist es da, dass Clara Vidalis gerade in Florenz ist?


Dies ist nicht mein erster Thriller von Veit Etzold. Ich habe schon einige der Reihe gelesen und nicht unbedingt in der richtigen Reihenfolge. Das muss man also nicht, für das Verständnis der Bücher. Schöner ist es jedoch. Auch hier war der Schreibstil wieder schön locker und ich konnte das Buch in einem Rutsch lesen, wie auch schon die anderen. Ich finde, dass die Kapitel eine super gute Länge haben.

Auch das Cover passt wieder sehr gut in die Sparte der Thriller sowie auch in die Reihe von Clara Vidalis. Man sieht sofort, dass sie zu einer Reihe gehören.


Die Spannung im Buch hat mich dazu veranlasst immer und immer weiter zu lesen. Ich konnte es also gar nicht aus der Hand legen. Für mich war das Buch nicht durchschaubar. Ich habe mir zwar das eine oder andere gedacht aber irgendwie kam es am Ende doch anders, was mir sehr gut gefallen hat.

Ich kann diesen Thriller nur empfehlen. Mir hat er sehr gut gefallen.

Freitag, 26. März 2021

Rezensione: 2,5 Grad von Noah Richter

 In naher Zukunft nehmen die Umweltkatastrophen zu. Mehr und mehr Land wird unbewohnbar, was dazu führt, dass Migrantenströme durch die Länder reisen. Es gibt Brände, Überschwemmungen und der Permafrostboden beginnt zu schmelzen, doch all das lässt die Menschen nicht zu einem Umdenken bewegen. Die Regierung ist voller Korruption aber dennoch gibt es ein paar Menschen, die sich dagegen auflehnen.


Vom Plot her hat mich das Buch sehr angesprochen. Das Cover ist auch sehr passend für die Geschichte, da es eine Überschwemmung zeigt. Auf jeden Fall ist es durch das düstere auch sehr passend zu einem Thriller. Mit dem Schreibstil kam ich anfangs nicht ganz so gut klar, wobei es sich dann etwas gebessert hat. Es war für mich irgendwie alles zu abgehackt mit kurzen Sätzen, was mich hin und wieder etwas hat straucheln lassen. Die Kapitel hatten jedoch immer eine gute Länge. Im Buch gibt es mehrere Handlungsstränge, die zum Schluss auch alle zu einander geführt haben und gut aufgelöst wurden. Jedoch hat mir bei der ganzen Story etwas die Spannung gefehlt. Auch mit den Charakteren kam ich nicht sonderlich gut klar, da sie alle nur so lasch gezeichnet waren und kaum eine Bindung rüberkam. 


Alles in allem ist es ein sehr erschreckender und vor allem auch aktueller Thriller, den man gelesen haben kann aber auch eben nicht muss.

Mittwoch, 24. März 2021

Rezension: Fair Play von Kerstin Gulden

 Im Zuge eines Wettbewerbes formt sich die Idee einer App, mit der man seinen ökologischen Fußabdruck tracken kann. Ein Icon neben dem Profilbild in den Social Media Kanälen zeigt, ob man im Einklang lebt. Ziel ist es, in drei Monaten ein Hauptkonto im 'grünen' zu haben. Doch hinter allem steckt noch so viel mehr.


Das Thema dieses Buches ist sehr aktuell und auch wichtig. Am Anfang der Lektüre dachte ich mir noch so: So eine App wäre doch wirklich sehr praktisch. Aber in der Weiterführung des Romans kamen immer mehr Denkanstöße, die mich kritischer mit dem Gedanken werden lassen.


Der Schreibstil der Autorin ist schön einfach und auf jeden Fall passend für die jüngere Generation. Ich mochte es sehr, dass die Kapitel aus den unterschiedlichen Sichtweisen der Hauptcharaktere verfasst wurde, denn somit hat man als Leser viel mehr Einblicke bekommen. Was ich etwas weniger gut fand, war, dass die englischen Emails nicht übersetzt wurden. Ich habe damit zwar weniger Probleme aber es gibt bestimmt auch den einen oder anderen Leser, der damit nicht so zurecht kommt. Da wäre eine Übersetzung schon gut, vielleicht am Ende des Buches. 


Die ganze Idee und die Umsetzung der Geschichte hat mich sehr an 'Die Welle' erinnert. Hieß da der Lehrer im Film nicht auch Wenger? Daran musste ich unweigerlich denken, als ich den Namen der Lehrerin gelesen habe. 

Für mich hat die Story sehr gut angefangen, hat dann aber irgendwie ein bisschen den roten Faden verloren, da es dann nur noch um die Probleme der Charaktere untereinander ging und eher weniger um die App und die versuche sich im grünen Bereich zu befinden. Zumindest hätte man da für meinen Geschmack etwas mehr die Bemühungen beschreiben können.


Ich finde dennoch, dass das Buch eine wichtige Message hat und man es definitiv lesen kann. 

Freitag, 19. März 2021

Rezension: Trauma- Kein Entkommen von Christoph Wortberg

 Der erste Fall für die Ermittlerin der Mordkommison, Katja Sand. Ein Opfer wird in einem See gefunden, das zweite erstickt in einem Kühlschrank. Erst einmal scheinen die Tode nicht zusammen zu hängen und Suizide zu sein, doch irgendetwas stimmt nicht. Sehr schnell steckt die Ermittlerin tief in diesen Fällen und versucht sie zu lösen.


Das Cover ist sehr Thrillerüblich, düster. So richtig passt es für mich nicht zur eigentlichen Story, aber der Verlag wird sich schon was dabei gedacht haben, auch wenn es für mich nicht stimmig zu sein scheint. Der Schreibstil ist recht einfach aber ich hatte hin und wieder ein paar Probleme damit, weil er recht abgehackt war. Die Kapitel hatten für meinen Geschmack eine sehr gute Länge. Die Kapitel, die vom kleinen Kind handeln, waren für mich erstmal nicht so recht greifbar und aus dem Zusammenhang gerissen, aber die Stränge haben zum Schluss ganz gut zusammen geführt.


Die Ermittlerin und deren Leben hat mich etwas genervt muss ich sagen. Für mich war da viel zu viel Familienkram, der mich dann ganz schön gelangweilt hat. Auch wenn es alles gut eingebettet war. Ich bin eher der Mensch für Thriller, die sich auf den Tathergang und die Ermittlung konzentrieren anstatt das Leben des Ermittlers zu sehr beleuchten.


Alles in allem hat mir ganz schön der Thrill gefehlt. Ich konnte das Buch zwar schnell lesen aber so wirklich Spannend war es nicht für mich. Wäre es nicht so kurz gewesen, dass hätte ich es bestimmt abgebrochen. 

Am Ende muss ich sagen, dass die ganze Idee und die Auflösung ja nicht schlecht war, aber ohne Spannung war es leider nichts.

Mittwoch, 17. März 2021

Rezension: Touch of Ink von Stefanie Lasthaus

 Die 18-Jährige Quinn hat schon seit sie fünf Jahre alt ist, ein sonderbares Tattoo in ihrem Nacken. Jahrelang hielt sie es versteckt. Doch auf der Uni lernt sie Nathan kennen, mit dem sie herauszufinden versucht, was es damit auf sich hat. Zu den Erkenntnissen, zu denen dadurch gelangt hätte sie niemals gerechnet.


Bei diesem Buch wusste ich nicht so recht in welche Richtung es gehen würde. Hätte ich es gewusst, dann hätte ich wohl nicht zu diesem Buch gegriffen, da ich rein gar nichts mit dieser Art von Fantasy anfangen konnte. Umso erfreuter bin ich, dass ich es doch gelesen habe. Der Schreibstil war so schön einfach aber dennoch bildhaft, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen konnte und es innerhalb eines Tages gelesen hatte. Das Cover gefällt mir auch sehr gut, weshalb es im Buchladen bestimmt meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätte.

Quinn und Nathan als Charaktere haben mir gut gefallen. Ich konnte mich in beide hineinversetzen und mochte es auch sehr, dass die Kapitel in den Sichten dieser Protagonisten erzählt werden. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden war für mich aber leider nicht knisterig genug. Um es mal so auszudrücken. Ich habe schon gemerkt, dass da was ist aber es ging mir dann auch ein bisschen zu schnell. Aber süß waren die beiden allemal zusammen. Die Sache mit der Blausichtigkeit hat Quinn für mich etwas mehr Tiefe verliehen, was mir auch sehr gefallen hat.

Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Jeder hatte so seine kleinen Macken und Kanten und auch viel Witz war dabei.

Ich bin sehr auf Band zweit gespannt, da der erste Teil mit einem riesigen Cliffhanger geendet hat. Ich kann dieses Buch auf jeden Fall empfehlen, es hat mir sehr gut gefallen.