Montag, 27. Dezember 2021

Rezension: Im Auge des Zebras von Vincent Kliesch

 Nach Auris war ich sehr gespannt, wie der neuste Thriller von Vincent Kliesch ist. Hier geht es um einen Entführer, der es schafft zur selben Zeit an verschiedenen Orten Teenager zu entführen. Kurz darauf werden ihre Eltern ermordet. Alle Taten wurden zur selben Zeit von ein und demselben Täter verübt. Doch wie genau ist das möglich. Olivia Holzmann will diesem Geheimnis auf die Spur kommen.


Den Titel des Thrillers fand ich erst etwas komisch. Nun nach der Lektüre weiß ich natürlich, woher das kommt und finde es auch passend. Ich kann mir gut vorstellen, dass dadurch auch etwas die Neugier des Lesers geweckt wird. Immerhin kann man das alles nicht so recht in Zusammenhang bringen. Auf jeden Fall mag ich das Cover ganz gern. Es passt auf jeden Fall mit seiner Düsternis zum Genre Thriller.

Der Schreibstil war wie immer locker flockig. Ich mag den Stil des Autors sehr. Auch die kurzen Kapitel finde ich sehr angenehm zu lesen. Ich mochte es auch, dass die Kapitel auch mit den Namen überschrieben waren, von den Charakteren, von denen sie handelten. 


Mit den Charakteren kam ich gut klar. Ich mochte Olivia sehr und hoffe noch den einen oder anderen Thriller mit ihr zu lesen. Auch Boesherz hat eine faszinierende Seite. Vor allem habe ich großen Respekt vor Menschen, die so ermitteln können und sich in Täter hineinversetzen können.

An manchen Stellen fand ich die Story etwas durschaubar. Ich konnte an einigen Stellen eins und eins zusammen zählen. Doch der Schluss wo es um den alten Fall von vor 20 Jahren ging, hat mich dann doch etwas vom Hocker gehauen. Damit hätte ich gar nicht gerechnet.

Alles in allem war es auf jeden Fall ein sehr spannender Thriller und ich freue mich auf weitere Bücher des Autors.

Freitag, 10. Dezember 2021

Rezension: Stadt des Zorns von Marc Meller

 Nachdem ich den ersten Band gelesen habe, dachte ich mir, dass ich auch den zweiten lesen möchte. Da ich dachte, dass dieser mich vielleicht ein bisschen mehr überzeugt.

Zuerst ist zu sagen, dass es auf jeden Fall wichtig ist, den ersten Band gelesen zu haben. Ich würde es als Einzelband nicht unbedingt empfehlen, da einem die Vorkenntnisse fehlen und man an mancher Stelle dann wohl nicht direkt mitkommt. Vielleicht hätte man das hier und da etwas  mit einer dementsprechenden Erklärung ausweiten können.

Ich mag das Cover sehr gern. Es ist ähnlich dem des ersten Bandes und so kann man gut erkennen, dass die Bände zusammen gehören.

Den Schreibstil und die Idee des Ganzen mochte ich sehr gern. Jedoch konnte mich auch dieser Band nicht so ganz fesseln. Beim ersten habe ich schon so meine Probleme gehabt. dass eben der Kick und das besondere gefehlt hat. Dies hat sich hier ein bisschen weiter gezogen, was ich sehr schade fand.

Teilweise habe ich hier auch ein bisschen vom Hörbuch gehört. Der Sprecher hat auf jeden Fall gute Arbeit geleistet, konnte mich aber durch die fehlende Spannung nicht komplett mitreißen.

Mein Fazit: Man kann das Buch lesen, wenn man den ersten Band gemocht hat, man hat aber auch nichts verpasst, wenn man es einfach nicht tut.

Sonntag, 5. Dezember 2021

Rezension: Abgetrennt von Michael Tsokos

 Ich habe schon einige Bücher von Dr. Tsokos gelesen und habe sie meist nur so inhaliert. Bei diesem ist mir der Einstieg jedoch recht schwer gefallen. Warum genau, weiß ich leider gar nicht, aber nach einer gewissen Eingewöhnungszeit war es dann doch recht spannend. Der Schreibstil war wie immer schön einfach und ich mag die Länge der Kapitel sehr. Auch wenn das Buch zu einer Reihe gehört, so ist es nicht ganz so schlimm, wenn man die vorherigen Bände nicht gelesen hat, wobei ich die auch nur empfehlen kann. 

Man merkt beim Lesen gut, dass es sich um einen Mann vom Fach handelt. Schonungslos und detailliert beschreibt er die Obduktionen, was mich als Leserin sehr fasziniert. 

Auch wenn das Buch keine überraschenden Wendungen für mich bereit gehalten hat, so fand ich es ab der Hälfte bis zum Schluss doch recht spannend, wenn auch durchschaubar. 

Alles in allem war es ein solider Thriller und ich werde auch sonst jedes weitere Buch des Autors lesen.

Sonntag, 28. November 2021

Rezension: Heartbreak Boys von Simon James Green

 'Heartbreak Boys' von Simon James Green kann ich guten Gewissens als eines meiner Jahreshighlight betitelt. Auch wenn es an manchen Stellen etwas unrealistisch ist, das so viele Dinge in so kurzer Zeit auf einmal passieren, fand ich die Geschichte dennoch sehr gut. 

Beim Cover bin ich etwas zwiegespalten. Aber das ist einfach meine persönliche Meinung. Ich mag auf der einen Seite diesen Comicstil nicht ganz so aber auf der anderen Seite passt das Cover sehr gut zur Geschichte an sich. Das ist eben einfach Geschmackssache. Punkte möchte ich daher nicht dafür abziehen, da es einfach super passt.

Mit dem Schreibstil kam ich auch ohne Probleme klar. Ich mochte es sehr, dass die Geschichte aus der Sicht der beiden Hauptcharaktere erzählt wird. So bekam die ganze Story etwas mehr Tiefe und man erfährt mehr, wie es den Personen innerlich geht. Es wird somit eben etwas vielschichtiger.

Die Charaktere haben in ihrer Art sehr überzeugt. Ich mochte die humoristische und zum Teil sehr sarkastische Art. Ich habe die Dialoge geliebt. Nicht selten haben sie mir ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. 

Das einzige was ich etwas bemängeln muss, ist die Art und Weise wie der Betrug herauskam. Klar kann man so etwas durch einen Blick sehen aber das war mir doch zu unnachvollziehbar. Darüber kann ich jedoch auch hinwegblicken und ziehe dafür nichts ab.

Dieses Buch ist durch und durch gelungen und ich kann mir gut vorstellen, dass ich es durch mehrmaliges Lesen noch besser finden werde.

Also lest es, es lohnt sich!

Freitag, 19. November 2021

Rezension: Teufelsnetz von Max Seeck

 Dies ist nicht mein erster Thriller von Max Seeck also wusste ich schon ein bisschen auf was ich mich einlasse. Vom Cover her gefällt es mir wieder sehr gut. Es passt auch sehr gut zur Geschichte, da es der Leuchtturm darauf zu sehen ist, der seinen Auftritt im Buch hat. Auch der erste Teil der Reihe ist in diesem Stil gehalten und ich finde es gut, dass man gleich sieht, dass sie zusammen gehören. Mit dem Schreibstil kam ich wieder super klar. Ich mag hier aber auch, dass die Kapitel so kurz sind. Das hat für mich noch mal so eine eigene Dynamik und ich kann alles gefühlt noch besser 'inhalieren'.

Ich war von Anfang an sofort in der Geschichte drin. Es ist jedoch nicht unbedingt von Nöten den ersten Band gelesen zu haben. Das mg ich an solchen Reihen auch immer recht gern, dass man selbst als Quereinsteiger nicht das Gefühl hat, dass man irgendetwas verpasst hat. An manchen Stellen hätte ich mir eine Auflistung der Personen gewünscht aber da war ich vielleicht im Kopf nicht ganz so bei der Lektüre.

Bei diesem Thriller kann man gut mit rätseln, wer der Mörder sein könnte. Man ist immer auf dem Stand der Ermittler und weiß nie mehr als diese. Manchmal haben mich die Cliffhanger am Ende der Kapitel etwas genervt, aber da sie ja so kurz sind konnte man schnell erfahren, was es damit auf sich hat. Zum Schluss konnte mich das Buch doch noch überraschen, da jemand der Täter war, mit dem ich so gar nicht gerechnet hatte. Der Autor hat es also super geschafft mich immer wieder aufs Glatteis zu führen.

Alles in allem ein toller Thriller den ich nur weiter empfehlen kann. Ich werde auch in Zukunft auf jeden Fall die Bücher des Autors lesen.

Samstag, 13. November 2021

Rezension: Der Tod und das dunkle Meer von Stuart Turton

 Eigentlich hätte ich nach 'Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle' schon wissen sollen, dass der Autor wohl gar nichts für mich ist. Dennoch musste ich sein neustes Werk 'Der Tod und das dunkle Meer' lesen. Und was soll ich sagen? Auch dieses Buch habe ich nicht beendet, da es einfach gar nichts für mich war. Den Schreibstil finde ich ja voll in Ordnung und ich konnte schnell durch die paar Seiten fliegen, die ich gelesen habe. Aber der Inhalt war für mich einfach ziemlich langweilig. Viel zu viele Gespräche, die meiner Meinung nach nicht wirklich zu etwas geführt haben. Man hat zwischendrin das Gefühl, dass der Autor selbst noch nicht so recht weiß, wohin die Reise ihn in seinem Buch führen soll. Und in einer Rezension habe ich gelesen, dass das Ende wohl recht konstruiert wirkte und genau so habe ich es mir dann auch vorgestellt, weshalb ich es einfach nicht zu Ende lesen wollte/konnte. Vielleicht ist irgendwann die Zeit dazu und vielleicht fuchse ich mich noch in die Geschichten von Stuart Turton rein, aber gerade ist mir meine Zeit irgendwie zu schade für ein Buch, welches mich nicht richtig fesseln kann.

Samstag, 6. November 2021

Rezension: The Promises we made von Simona Ahrnstedt

 The Promises we made von Simona Ahrnstedt hat mich ein bisschen Zwiegespalten hinterlassen. Auf der einen Seite fand ich es sehr gut, dass hier mal eine starke Powerfrau die Sache übernimmt und einen Mann beschützt. Jedoch gab es für mich in diesem Buch recht wenig Spannung und es war alles ein bisschen vorhersehbar. Mit Dessie kam ich sehr gut klar. Sie ist wirklich eine Powerfrau, die weiß was sie will. Sie wurde gut beschrieben und man konnte auch ihre Gedanken und Gefühle vollkommen nachvollziehen. Sam war für meinen Geschmack nicht sonderlich gut durchdacht. Er scheint in seinem Leben einen ziemlichen Wandel vollzogen zu haben, den ich ihm nicht so richtig abnehme. Er soll erst der Bad Boy gewesen sein, ein Womanizer wie er im Buche steht und nun ist er ein Geschäftsmann, dem es um Klimaschutz und andere wichtige Themen geht. Klar ist so eine Wandlung nicht schlecht aber irgendwie nimmt man es ihm als Charakter schlichtweg nicht ab. Mal ganz davon abgesehen, dass er es irgendwie nicht schafft ordentliche Entscheidungen zu treffen, wenn es um Dessie geht.

Das Cover sowie der Schreibstil haben mir auf jeden Fall echt gut gefallen. Vor allem auch, dass die Kapitel von beiden Charakteren erzählt werden. So bekommt die Story ein bisschen mehr Tiefe. 

Auch muss ich sagen, dass die erotischen Szenen sehr angenehm beschrieben wurden. Wenig plump und dafür recht sexy. Also wer sowas mag, wird hier auf jeden Fall auf seine Kosten kommen.

Alles in allem ein recht kurzweiliger Roman mit ein bisschen Action und eine nette Liebesgeschichte für Zwischendurch.