Samstag, 1. Mai 2021

Rezension: Her wish so dark von Jennifer Benkau

 In Nemija gibt es ein ungeschriebenes Gesetz. Hüte dich vor dem dunklen Lord, der Menschen in sein verfluchtes Reich entführt. Doch Laire hat keine Wahl, als ihr Verlobter ihm zum Opfer fällt. Sie muss dem dunklen Lord gegenüber treten um Desmond zu retten. Doch möchte sie dabei erfolgreich sein, muss sie sich mit Alaric zusammen tun. Einem jungen Mann, der ihr das Herz gebrochen hat. Wird es ihr gelingen ihren Verlobten zu retten?


Eigentlich dachte ich immer, dass solches Fantasy rein gar nichts für mich wäre, aber auch hier hat mich ein Buch wieder eines besseren belehrt und ich sollte mich dann doch mal nach Geschichten umsehen, die so ähnlich sind. Nicht nur das Cover finde ich sehr schön. Auch die Story an sich war für mich spannend bis zur letzten Seite. Mit ein paar Twists, mit denen ich nicht gerechnet habe. Der Schreibstil war auch schön angenehm, weshalb ich gar nicht lange für die über 500 Seiten gebraucht habe. Mir hat auch sehr gut gefallen, dass die Geschichte nicht nur aus der Sicht einer Person beschrieben wurde, sondern das eine oder andere Kapitel auch von anderen Charakteren gehandelt haben. Das bringt immer ein bisschen mehr Tiefe in die Geschichte.


Mit den Charakteren kam ich super klar. Ich habe nichts gehabt, was ich nicht nachvollziehen konnte und auch unsympathisch war mir an sich keiner.

Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf den Folgeband und kann es kaum erwarten zu erfahren, wie die Geschichte weiter geht.

Ich kann das Buch nur empfehlen. Das Cover macht sich auch im Bücherregal sehr gut, weil es einfach wunderschön ist.

Mittwoch, 28. April 2021

Rezension: Girl A von Abigail Dean

 Lex Gracies Kindheit war nicht sonderlich gut. Im Haus ihrer Eltern angekettet gelingt ihr mit 15 Jahren die Flucht. Als die nun erwachsene Anwältin mitten im Leben steht, muss sie sich wieder mit ihrer Geschichte beschäftigen, als ihre Mutter im Gefängnis stirbt und ihr das Haus vermacht. Jahrelang hat sie ihre Erinnerungen verdrängt, die nun über sie hereinbrechen.


Bei diesem Buch hat mich das Cover sehr angesprochen. Es macht so einen mystischen Eindruck und passt auch irgendwie recht gut zum Thema an sich. Ich hätte es in einem Buchladen bestimmt auch in die Hand genommen. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und dabei fand ich die Stimme der Sprecherin sehr angenehm. Ich konnte allem gut folgen also geh ich davon aus, dass der Schreibstil beim lesen sehr angenehm ist. Was mich aber etwas gestört hat waren die Sprünge in die Vergangenheit, die manchmal nicht so recht nachvollziehbar waren. Ich weiß nicht, ob das beim Lesen besser rüberkommt und nur ein Problem des Hörbuches war.


Für mich ging es eher in die Richtung Roman und war nicht wirklich ein Thriller an sich. Dafür hat mir etwas die Spannung gefehlt.  Es ging mir etwas zu viel über die Geschwister und sie in der Gegenwart. Klar, es ist auch wichtig zu erfahren wie sie mit der ganzen Sache umgegangen sind, aber für mich hätte man da vielleicht den Klappentext ändern sollen, da er eine andere Geschichte suggeriert. Zumindest bin ich dieser Meinung.

Es war für mich allgemein recht schwer Zugang zu den Charakteren zu finden. Es wurde alles etwas zu nüchtern erzählt, obwohl die ganze Geschichte ganz schön krass ist. 


Ich kann das Buch nicht empfehlen, wenn man viel Spannung sucht, aber wenn man mit dem Gedanken rangeht, dass es ein Roman ist, könnte man vielleicht doch Spaß an der Lektüre haben. Mich hat es nicht vollkommen überzeugt.

Montag, 26. April 2021

Rezension: Deluxe Dreams von Karina Halle

 Sadie macht eine Rucksacktour in Europa und will gerade von Nizza nach Barcelona, als sie in einer dunklen Gasse von einem Mann angegriffen wird. In ihren Gedanken liefen dabei schon alle möglichen Szenarien ab, als ein junger Mann ihr hilft und den Angreifer in die Flucht schlägt. Da sie dabei ihren Knöchel verletzt hat, bringt er sie ins Krankenhaus und danach in ein Hotel, welches sie sich so gar nicht leisten kann. Wer ist dieser Unbekannte mit den schönen Augen?

Bei diesem Buch hat mich das Cover sofort in den Bann gezogen. Es sieht wirklich wunderschön aus, auch wenn es eigentlich recht schlicht ist. Insgesamt passt es auch super zur ganzen Story. Der Schreibstil war locker flockig und ich konnte das Buch schnell durchlesen. Die Kapitel hatten eine gute Länge und ich habe es auch sehr gemocht, dass beide Hauptcharaktere erzählen. Damit bekommt die ganze Geschichte mehr Tiefe, da man die Gedanken und Gefühle beider Charaktere erfährt.

Ich mochte Sadie und auch Olivier als Charakter sehr. Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen und mit ihnen mitfiebern. Es ist vielleicht insgesamt im Anfangsteil der Geschichte nicht sonderlich viel passiert aber zum Ende  hin ist es dann doch noch recht spannend geworden. 

Der einzige Kritikpunkt sind die vielen erotischen Szenen, die zwar niveauvoll beschrieben wurden aber für meinen Geschmack war davon einfach viel zu viel da. Ist wohl einfach das Genre. Im Prinzip habe ich ja echt nichts dagegen, aber bei mehr als zwei Runden würde es für den Ottonormalverbraucher doch unrealistisch. :D

Samstag, 24. April 2021

Rezension: Hush- Verbotene Worte von Dylan Farrow

 Shae lebt in einem Land, in dem Sprache Macht bedeutet. Es wird jedem beigebracht, dass Bücher gefährlich sind und Tinte tödlich sein kann. Denn auch ihr Bruder ist an der Krankheit gestorben, die die Tinte nach sich zieht. Das Land wird von Barden regiert, vor denen sich Shae in Acht nehmen muss, da alles was sie stickt real wird. Jedoch ist sie dann dazu gezwungen sich zu den Barden zu begeben um Antworten zu bekommen und merkt dort, wie mächtig die Worte überhaupt sind.

Das Cover und der Hype um das Buch haben mich dazu gebracht es zu lesen. Auf jeden Fall ist es ein großer Hingucker und mir gefällt das Cover wirklich sehr. Mit dem Schreibstil kam ich leider gar nicht so sehr zurecht. Ich habe Länger für dieses Buch gebraucht als ich gedacht habe. Sonst verschlinge ich solche Bücher immer aber das war für mich etwas zäh. 

Auch bin ich nicht so richtig mit der Hauptperson Shae warm geworden. Auch Erklärungen haben mir ein bisschen gefehlt. Irgendwie was für mich nichts Ganzes und nichts Halbes. Aber vielleicht kann ja der zweite Band etwas Licht ins Dunkel bringen. Auch wenn ich den ersten etwas zäh fand, so hat er mir doch recht in Ordnung gefallen, sodass ich den zweiten nicht rigoros ablehne.

Man kann das Buch lesen, es ist jedoch nicht das große Highlight, was man bei dem ganzen Hype vielleicht erwartet.

Donnerstag, 1. April 2021

Rezension: Höllenkind von Veit Etzold

 Bei einer Hochzeit der italienischen Adelsfamilie in der sixtinischen Kapelle bricht die Braut auf einmal blutüberströmt zusammen. Oberflächlich betrachtet scheint sie unverletzt zu sein. Doch was genau ist hier passiert? Der zuständige Ermittler des Vatikans scheint hier alleine nicht weiter zukommen. Wie praktisch ist es da, dass Clara Vidalis gerade in Florenz ist?


Dies ist nicht mein erster Thriller von Veit Etzold. Ich habe schon einige der Reihe gelesen und nicht unbedingt in der richtigen Reihenfolge. Das muss man also nicht, für das Verständnis der Bücher. Schöner ist es jedoch. Auch hier war der Schreibstil wieder schön locker und ich konnte das Buch in einem Rutsch lesen, wie auch schon die anderen. Ich finde, dass die Kapitel eine super gute Länge haben.

Auch das Cover passt wieder sehr gut in die Sparte der Thriller sowie auch in die Reihe von Clara Vidalis. Man sieht sofort, dass sie zu einer Reihe gehören.


Die Spannung im Buch hat mich dazu veranlasst immer und immer weiter zu lesen. Ich konnte es also gar nicht aus der Hand legen. Für mich war das Buch nicht durchschaubar. Ich habe mir zwar das eine oder andere gedacht aber irgendwie kam es am Ende doch anders, was mir sehr gut gefallen hat.

Ich kann diesen Thriller nur empfehlen. Mir hat er sehr gut gefallen.

Freitag, 26. März 2021

Rezensione: 2,5 Grad von Noah Richter

 In naher Zukunft nehmen die Umweltkatastrophen zu. Mehr und mehr Land wird unbewohnbar, was dazu führt, dass Migrantenströme durch die Länder reisen. Es gibt Brände, Überschwemmungen und der Permafrostboden beginnt zu schmelzen, doch all das lässt die Menschen nicht zu einem Umdenken bewegen. Die Regierung ist voller Korruption aber dennoch gibt es ein paar Menschen, die sich dagegen auflehnen.


Vom Plot her hat mich das Buch sehr angesprochen. Das Cover ist auch sehr passend für die Geschichte, da es eine Überschwemmung zeigt. Auf jeden Fall ist es durch das düstere auch sehr passend zu einem Thriller. Mit dem Schreibstil kam ich anfangs nicht ganz so gut klar, wobei es sich dann etwas gebessert hat. Es war für mich irgendwie alles zu abgehackt mit kurzen Sätzen, was mich hin und wieder etwas hat straucheln lassen. Die Kapitel hatten jedoch immer eine gute Länge. Im Buch gibt es mehrere Handlungsstränge, die zum Schluss auch alle zu einander geführt haben und gut aufgelöst wurden. Jedoch hat mir bei der ganzen Story etwas die Spannung gefehlt. Auch mit den Charakteren kam ich nicht sonderlich gut klar, da sie alle nur so lasch gezeichnet waren und kaum eine Bindung rüberkam. 


Alles in allem ist es ein sehr erschreckender und vor allem auch aktueller Thriller, den man gelesen haben kann aber auch eben nicht muss.

Mittwoch, 24. März 2021

Rezension: Fair Play von Kerstin Gulden

 Im Zuge eines Wettbewerbes formt sich die Idee einer App, mit der man seinen ökologischen Fußabdruck tracken kann. Ein Icon neben dem Profilbild in den Social Media Kanälen zeigt, ob man im Einklang lebt. Ziel ist es, in drei Monaten ein Hauptkonto im 'grünen' zu haben. Doch hinter allem steckt noch so viel mehr.


Das Thema dieses Buches ist sehr aktuell und auch wichtig. Am Anfang der Lektüre dachte ich mir noch so: So eine App wäre doch wirklich sehr praktisch. Aber in der Weiterführung des Romans kamen immer mehr Denkanstöße, die mich kritischer mit dem Gedanken werden lassen.


Der Schreibstil der Autorin ist schön einfach und auf jeden Fall passend für die jüngere Generation. Ich mochte es sehr, dass die Kapitel aus den unterschiedlichen Sichtweisen der Hauptcharaktere verfasst wurde, denn somit hat man als Leser viel mehr Einblicke bekommen. Was ich etwas weniger gut fand, war, dass die englischen Emails nicht übersetzt wurden. Ich habe damit zwar weniger Probleme aber es gibt bestimmt auch den einen oder anderen Leser, der damit nicht so zurecht kommt. Da wäre eine Übersetzung schon gut, vielleicht am Ende des Buches. 


Die ganze Idee und die Umsetzung der Geschichte hat mich sehr an 'Die Welle' erinnert. Hieß da der Lehrer im Film nicht auch Wenger? Daran musste ich unweigerlich denken, als ich den Namen der Lehrerin gelesen habe. 

Für mich hat die Story sehr gut angefangen, hat dann aber irgendwie ein bisschen den roten Faden verloren, da es dann nur noch um die Probleme der Charaktere untereinander ging und eher weniger um die App und die versuche sich im grünen Bereich zu befinden. Zumindest hätte man da für meinen Geschmack etwas mehr die Bemühungen beschreiben können.


Ich finde dennoch, dass das Buch eine wichtige Message hat und man es definitiv lesen kann.