Freitag, 19. November 2021

Rezension: Teufelsnetz von Max Seeck

 Dies ist nicht mein erster Thriller von Max Seeck also wusste ich schon ein bisschen auf was ich mich einlasse. Vom Cover her gefällt es mir wieder sehr gut. Es passt auch sehr gut zur Geschichte, da es der Leuchtturm darauf zu sehen ist, der seinen Auftritt im Buch hat. Auch der erste Teil der Reihe ist in diesem Stil gehalten und ich finde es gut, dass man gleich sieht, dass sie zusammen gehören. Mit dem Schreibstil kam ich wieder super klar. Ich mag hier aber auch, dass die Kapitel so kurz sind. Das hat für mich noch mal so eine eigene Dynamik und ich kann alles gefühlt noch besser 'inhalieren'.

Ich war von Anfang an sofort in der Geschichte drin. Es ist jedoch nicht unbedingt von Nöten den ersten Band gelesen zu haben. Das mg ich an solchen Reihen auch immer recht gern, dass man selbst als Quereinsteiger nicht das Gefühl hat, dass man irgendetwas verpasst hat. An manchen Stellen hätte ich mir eine Auflistung der Personen gewünscht aber da war ich vielleicht im Kopf nicht ganz so bei der Lektüre.

Bei diesem Thriller kann man gut mit rätseln, wer der Mörder sein könnte. Man ist immer auf dem Stand der Ermittler und weiß nie mehr als diese. Manchmal haben mich die Cliffhanger am Ende der Kapitel etwas genervt, aber da sie ja so kurz sind konnte man schnell erfahren, was es damit auf sich hat. Zum Schluss konnte mich das Buch doch noch überraschen, da jemand der Täter war, mit dem ich so gar nicht gerechnet hatte. Der Autor hat es also super geschafft mich immer wieder aufs Glatteis zu führen.

Alles in allem ein toller Thriller den ich nur weiter empfehlen kann. Ich werde auch in Zukunft auf jeden Fall die Bücher des Autors lesen.

Samstag, 13. November 2021

Rezension: Der Tod und das dunkle Meer von Stuart Turton

 Eigentlich hätte ich nach 'Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle' schon wissen sollen, dass der Autor wohl gar nichts für mich ist. Dennoch musste ich sein neustes Werk 'Der Tod und das dunkle Meer' lesen. Und was soll ich sagen? Auch dieses Buch habe ich nicht beendet, da es einfach gar nichts für mich war. Den Schreibstil finde ich ja voll in Ordnung und ich konnte schnell durch die paar Seiten fliegen, die ich gelesen habe. Aber der Inhalt war für mich einfach ziemlich langweilig. Viel zu viele Gespräche, die meiner Meinung nach nicht wirklich zu etwas geführt haben. Man hat zwischendrin das Gefühl, dass der Autor selbst noch nicht so recht weiß, wohin die Reise ihn in seinem Buch führen soll. Und in einer Rezension habe ich gelesen, dass das Ende wohl recht konstruiert wirkte und genau so habe ich es mir dann auch vorgestellt, weshalb ich es einfach nicht zu Ende lesen wollte/konnte. Vielleicht ist irgendwann die Zeit dazu und vielleicht fuchse ich mich noch in die Geschichten von Stuart Turton rein, aber gerade ist mir meine Zeit irgendwie zu schade für ein Buch, welches mich nicht richtig fesseln kann.

Samstag, 6. November 2021

Rezension: The Promises we made von Simona Ahrnstedt

 The Promises we made von Simona Ahrnstedt hat mich ein bisschen Zwiegespalten hinterlassen. Auf der einen Seite fand ich es sehr gut, dass hier mal eine starke Powerfrau die Sache übernimmt und einen Mann beschützt. Jedoch gab es für mich in diesem Buch recht wenig Spannung und es war alles ein bisschen vorhersehbar. Mit Dessie kam ich sehr gut klar. Sie ist wirklich eine Powerfrau, die weiß was sie will. Sie wurde gut beschrieben und man konnte auch ihre Gedanken und Gefühle vollkommen nachvollziehen. Sam war für meinen Geschmack nicht sonderlich gut durchdacht. Er scheint in seinem Leben einen ziemlichen Wandel vollzogen zu haben, den ich ihm nicht so richtig abnehme. Er soll erst der Bad Boy gewesen sein, ein Womanizer wie er im Buche steht und nun ist er ein Geschäftsmann, dem es um Klimaschutz und andere wichtige Themen geht. Klar ist so eine Wandlung nicht schlecht aber irgendwie nimmt man es ihm als Charakter schlichtweg nicht ab. Mal ganz davon abgesehen, dass er es irgendwie nicht schafft ordentliche Entscheidungen zu treffen, wenn es um Dessie geht.

Das Cover sowie der Schreibstil haben mir auf jeden Fall echt gut gefallen. Vor allem auch, dass die Kapitel von beiden Charakteren erzählt werden. So bekommt die Story ein bisschen mehr Tiefe. 

Auch muss ich sagen, dass die erotischen Szenen sehr angenehm beschrieben wurden. Wenig plump und dafür recht sexy. Also wer sowas mag, wird hier auf jeden Fall auf seine Kosten kommen.

Alles in allem ein recht kurzweiliger Roman mit ein bisschen Action und eine nette Liebesgeschichte für Zwischendurch.

Rezension: Schweig! von Judith Marchant

 Ich habe bisher noch nichts von Judith Merchant gelesen, jedoch habe ich nur Gutes von der Autorin gehört. So habe ich mich doch mal an einen Thriller von ihr gewagt. Das Cover ist sehr schön und wenn man es so nimmt auch recht schlicht. Es passt auf jeden Fall gut zu einem Thriller und zu diesem an sich auch sehr gut, da es den Wald widerspiegelt, in dem Sue wohnt die Wurzeln stehen für mich für die Schwestern und ihre Bindung. Es ist ein gut gelungenes Cover und man mochte das Buch in die Hand nehmen und mehr davon erfahren.

Ich war sofort mitten in diesem Thriller gefangen. Der Schreibstil war super einfach und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Ich mochte es sehr, dass die Kapitel von Sue und ihrer Schwester Ester also von beiden Hauptcharakteren erzählt werden. Etwas später kommen dann auch noch Kapitel von Martin dazu, über den jedoch erzählt wird und der nicht selbst in der Ich-Perspektive wie die anderen Beiden erzählt.

Ich wusste während der Lektüre erst gar nicht, wem ich vertrauen kann und wem nicht. Es war ein Hin und Her der Gefühle. Wer hat böses im Schilde? Wer ist doch die Gute? Was für eine Achterbahnfahrt der Spannung. Bis zum Schluss habe ich nicht so richtig durchschaut, was ich einfach nur großartig fand.

Durch und durch war es für mich ein gelungener Thriller, bei dem nicht sonderlich viel an Action passiert, der jedoch von den Erzählungen der Charaktere lebt. Man weiß nie, wem man vertrauen kann.

Dienstag, 2. November 2021

Rezension: Regenglanz von Anya Omah

 Dieses Buch hat mich einfach nur vom Hocker gehauen. Zuerst hatte ich es mir nur bestellt, da ich das Cover einfach nur wundervoll finde. Doch dann bin ich in die Geschichte eingetaucht und konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Story hat es einfach in sich. Die Charaktere sind wundervoll. Man muss sie einfach lieben und das habe ich getan. Auf jeder einzelnen Seite. 

Mit dem Schreibstil kam ich super klar. Schön einfach und schnell zu lesen. Ich mochte es auch sehr, dass beide Hauptcharaktere in den Kapiteln zu Wort kommen. Das gibt einer Geschichte viel mehr Tiefe und das war ja bei den Charakteren und ihren jeweiligen Leidensgeschichten sehr wichtig. Denn Beide hatten so ihr Päckchen zu tragen, was mir auch an der einen oder anderen Stelle ein Tränchen aus den Augen gedrückt hat. Ich konnte auch beide Charaktere super nachvollziehen in ihren Taten und was sie gesagt haben. Alissa und Simon sind so herzensgute Menschen und wollen es allen Recht machen. Ich mochte es auch sehr, dass das Buch ohne Sinnloses Drama ausgekommen ist und niemand einfach ohne etwas zu sagen weggelaufen ist. Sie haben stets miteinander gesprochen und sich auch entschuldigt, wenn es die Situation erforderte. 

Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann es jedem, der Liebesgeschichten mit dem gewissen Etwas liebt, nur ans Herz legen.

Dienstag, 26. Oktober 2021

Rezension: Aribella und die Feuermaske von Anna Hoghton

 Als sie sich und ihren besten Freund verteidigen will, schießen aus Aribellas Finger Flammen. Gerade in der Nacht zu ihrem 13. Geburtstag muss sie fliehen, da eine Stadtwache mit einer, wie ein sternenhimmel leuchtenden Maske hinter ihr her ist. Jedoch meint er es nicht böse mit ihr. Er nimmt sie mit einer Gondel mit nach Venedig und führt sie in die Welt der Connavacci ein. Die Connavacci ist eine Vereinigung von Magiern, die mit ihren Kräften die Stadt beschützen. Auch Aribella ist mit ihren Feuerfingern nun ein Teil davon und bekommt in dem 'Halb hier halb dort'-Hotel Unterschlupf.


Bei diesem Buch hat mich das Cover sofort angesprochen. Es ist super schön und detailliert, wenn auch etwas düster für ein Buch für Kinder. Aber es passt auf jeden Fall sehr gut zur Geschichte an sich. Auch der Klappentext ist sehr passend. Der Letzte Satz verrät für meinen Geschmack etwas zu viel, aber so schlimm ist es nicht.

Mit dem Schreibstil kam ich super klar, was ich bei einem Kinderbuch auch nicht erwartet hatte. Ich mochte auch das kleine Bild vor jedem Kapitel. Auf jeden Fall eine sehr schöne Aufmachung. Die Länge der Kapitel war für mich auch sehr angenehm.

Für mich als Erwachsene war die ganze Geschichte nicht wirklich detailliert genug. Man hätte etwas mehr über die ganze Vereinigung der Magier erfahren können. Auch hätte ich mir mehr Infos über die Fähigkeiten erhofft. Da wäre das Buch natürlich etwas dicker geworden. Wobei ich es auch verstehen kann, dass es nicht ganz so detailliert ist, da Kinder sich ja meist von der Dicke eines Buches abschrecken lassen.

Auch wenn ich nicht gerade in die Zielgruppe passe, so hat mir die Story sehr gut gefallen und ich kann sie nur weiter empfehlen.

Montag, 18. Oktober 2021

Rezension: Vergissmeinnicht von Kerstin Gier

 Kerstin Gier gehört schon eine Weile zu meinen Lieblingsautoren, weshalb ich auch an diesem Buch nicht vorbei gehen konnte. 

Das Cover ist so wunderschön und auch der blau gefärbte Schnitt hat mir sehr gut gefallen. (Unter uns, ich liebe es, wenn die Seiten von einem Farbschnitt noch zusammen kleben und man sie beim Lesen geräuschvoll auseinander ziehen muss.)

Nicht nur der Umschlag ist schön, auch das Buch unter dem Schutzumschlag ist super schön gestaltet. 

Der Schreibstil ist wie immer schön einfach und ich konnte nur so durch die Zeilen fliegen. Ich mochte es auch sehr, dass die Geschichte aus der Sicht der beiden Hauptcharaktere geschrieben wurde. So bekommt man viel mehr Einblick in die Gefühlswelt und die Geschichte bekommt etwas mehr Tiefe.

Die Story hat etwas seicht angefangen. Nahm dann aber ab der Mitte Fahrt an und wurde ganz schön spannend. Schade, dass es dann doch so schnell zu Ende war. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt wie die Folgebände so werden. Ich erhoffe mir da Spannung von der ersten Seite an und vielleicht auch noch die eine oder andere Erklärung, da man ja in Band eins an einigen Stellen ganz schön im Dunkel gelassen wurde.

Auch hinten das Glossar mit den Namen hat mir sehr gut gefallen. Ich bin mir unsicher, ob es nicht sogar am Anfang der Geschichte passend gewesen wäre. Ich hab das viel zu spät mitbekommen und das eine oder Andere hätte ich nämlich auch gerne während der Lektüre nachgeschlagen.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen und ich freue mich sehr auf Band 2.