Mittwoch, 28. August 2019

Rezension: Harz von Ane Riel

Klappentext: Liv ist seit dem sechsten Lebensjahr tot, ertrunken in der Brandung. Das zumindest lässt ihr Vater Jens die Behörden glauben. Jens ist ein krankhafter Sammler, getrieben von der Angst, seine einzige Tochter zu verlieren. Und so lebt Liv in der Einsamkeit eines Containers hinter dem Hof, versteckt zwischen selbst gezimmerten Särgen und in Harz konservierten Tieren - ein sorgsam von der Außenwelt abgeschirmtes Leben, ein Leben in der Falle. Meisterhaft erzählt Ane Riel von einer scheinbar verkehrten Welt, in der aus Liebe Obsession wird und aus dem Wunsch nach Sicherheit tödliche Gefahr.

Meinung:
Das Cover gefällt mir sehr gut und ist auch passend zum Inhalt, da es um das Harz von Bäumen geht. Der Hintergrund sieht aus wie gesägte Holzlatten und der Titel ist im Stil von Bernstein gehalten. Also wirklich eine gute Idee.
Der Klappentext verspricht spannende Lesestunden. Ich wollte auch unbedingt wissen, was Jens dazu treibt die Behörden glauben zu lassen, dass seine Tochter tot wäre.
Jedoch hat das Buch nicht ganz so die Spannung gebracht. Ich finde die Story plätschert sehr seicht dahin. Ich habe auch lange gebraucht um rein zu kommen und mich schon fast ein bisschen gequält weiter zu lesen.
Der Schreibstil an sich hat mir gut gefallen. Ich konnte es flüssig lesen und für mich wäre es wohl ein Pageturner geworden wenn die Story nicht so wenig hergegeben hätte.
Mit Liv konnte ich mich recht gut identifizieren. Sie wächst dem Leser sehr schnell ans Herz und sie tut einem recht leid, da sie so von der Welt abgeschottet leben muss und auch die Taten des Vaters mit ansehen muss.
Mit den anderen Charakteren kann ich leider nicht so viel anfangen. Die Stellen bei denen es um Jens ging, waren für mich leider viel zu langatmig und langweilig, sodass ich auch manchmal ganz schön quergelesen haben.

Meinung:
Leider war dieser Thriller rein gar nichts für mich. Stellenweise war mir das Buch zu langweilig und der Spannungsbogen ging mir viel zu sehr wie eine Achterbahn rauf und runter. Der Story fehlt einfach das Etwas, das es für mich zu einem richtig spannenden Thriller macht.

Dienstag, 27. August 2019

Rezension: Atme! von Judith Merchant

Niles Freund Ben verschwindet bei einem Einkaufsbummel spurlos. Sofort macht sich Nile auf den Weg um nach ihm zu suchen. Dabei lässt sie nichts unversucht und geht auch zu Bens Exfrau Flo. Ob sie zusammen Ben finden können? Oder steckt da etwas ganz anderes dahinter?

Das Cover finde ich ganz spannend gemacht. Es ist an sich sehr schlicht. Man sieht den Titel und zwei Frauen die rennen. Eine von vorne und eine von hinten. Zuerst dachte ich, dass es sich um ein und dieselbe handelt aber die Frisuren sind unterschiedlich. Es könnte sich gut um Nile und Flo handeln. Auf jeden Fall wird sehr schön das hitzige ausgedrückt. Immerhin spielt diese Geschichte nur innerhalb weniger Tage, auch wenn es dem Leser länger vorkommt.
Der Klappentext ist sehr spannend gestaltet und verspricht  viele Lesestunden, in denen man mit raten und rätseln kann, was genau in dieser Geschichte vor sich geht.

Während der Lektüre muss ich sagen, dass mir die Protagonsitin Nile ziemlich auf den Keks gegangen ist. Von Anfang an war sie sehr hysterisch, was aber dann doch gut zu passen schien. Es wurde auf jeden Fall gut erklärt und war dann eine ziemlich Runde Sache.
Ein bisschen weniger kann ich nachvollziehen, dass die (fast) Exfrau von Ben Nile einfach so bei der Suche hilft. Also wenn mir jemand den Freund ausspannt und dann auch noch biestig zu mir ist, mit der verbringe ich doch keine Zeit und helfe ihr? 
Das ist etwas was mich an der Geschichte stört.

Aber alles in allem ist es ein spannendes Buch und ich kann es nue empfehlen.

Donnerstag, 22. August 2019

Rezension: Jagd auf die Bestie von Chris Carter

Lucien Folter ist aus dem Vollzug geflohen und hat noch eine Rechnung mit dem Ermittler Robert Hunter offen. Scheinbar wahllos tötet Lucien Menschen um weiter in seinen 'Forschungen' weiter zu kommen. Er scheint vor nichts und niemandem halt zu machen. Kann Hunter ihn zur Strecke bringen?

Dies ist nicht mein erstes Buch von Chris Carter. Auch mit diesem Buch hat mich der Autor nicht enttäuscht. Das Cover ist genauso schlicht wie die anderen auch. Man kann gut erkennen, dass es sich um eine Reihe handelt. Der Klappentext verspricht Spannung ohne zu viel von der Story zu verraten. Es ist von Anfang an spannend.
Obwohl dieses Buch eine Teil einer Reihe ist, kann man es auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Es ist genauso spannend, wie wenn man die Reihe komplett gelesen hat. An keiner Stelle werden zu viele Sachen wiederholt sodass man sich langweilen könnte.
Der Schreibstil ist wie immer schön locker flockig und man kann das Buch nur so weglesen. Es ist schon fast ein Pageturner.
Die kurzen Kapitel haben mir sehr gefallen. So kann man wirklich mal noch schnell ein paar Kapitel lesen, auch wenn man nicht viel Zeit hat. Ich mochte auch sehr die kleinen Cliffhanger, die am Ende der Kapitel waren. So ist man auch versucht weiter zu lesen. Also durch und durch spannend. Manche Beschreibungen waren sehr detailliert, was den Leser noch mehr ins grauenhafte Geschehen gebracht hat.

Ich kann diesen Thriller nur empfehlen.

Freitag, 16. August 2019

Rezension: Show me the stars von Kira Mohn

Liv wird in ihrem Job gekündigt und sucht eine neue Stelle. Da fällt ihr eine Anzeige auf, in der jemand als Houssitter gesucht wird. Sie überlegt nicht lange und bewirbt sich. Als sie erfährt, dass es sich um einen Leuchtturm handelt ist sie Feuer und Flamme. So langweilig, wie sie erst dachte, wird dieses neue Abenteuer auch gar nicht für sie. Denn der Mann, der sich um ihr Wohl auf der einsamen Insel kümmert, könnte sympathischer gar nicht sein.

Sofort als ich das Cover gesehen habe, war ich hin und weg. Ich wusste genau, das ist etwas, das ich unbedingt lesen muss. Vor allem weil ich mich sehr für außergewöhnliche Häuser und Wohnungen interessiere. Ich stelle es mir super vor, in einem Leuchtturm zu wohnen. Das Cover kann wirklich nicht passender sein für diese Story. Der Klappentext verspricht tolle Lesestunden, ohne zu viel von der Geschichte zu verraten. Ich konnte nur so durch die Seiten fliegen, da der Schreibstil einfach und locker war.

Der Charakter Liv, war mir sofort sympathisch. Ich konnte mich richtig in sie hinein versetzen und an keiner Stelle hat sie unnachvollziebar reagiert. Ihre kleine Schwäche und die Geschichte dahinter fand ich auch sehr passend. Manchmal hat sie mir richtig Leid getan.
Auch Kjer hat sein Päckchen zu tragen. Er macht sich nicht viel aus den Gerüchten, die um ihn ranken. Vielleicht hat er auch einige selbst gestreut?
Man merkt sofort, wie zwischen den beiden die Funken sprühen.
Ich mochte es sehr, dass die Story ohne viel sinnloses Drama auskam. An manchen Stellen hätte ich mir zwar etwas davon gewünscht, aber mich hat es an keiner Stelle gelangweilt.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Einfach wundervoll.

Freitag, 2. August 2019

Rezension: R.I.P. von Yrsa Sigurdardottir

Zwei Jugendliche werden bestialisch ermordet und ihre Freunde müssen dies auf Social Media live mit ansehen. Nachdem auch noch ein Junge vermisst wird, werden Kommissar Huldar und die Psychologin Freya auf den Plan gerufen. Sie wollen herausfinden, wer für die grausamen Ereignisse verantwortlich ist und versuchen den Täter zu finden.

Obwohl dies der dritte Band einer Reihe ist, kann man ihn auch ohne Vorkenntnisse gut lesen, denn alles was man wissen soll ist noch einmal erähnt worden und das ohne, dass es wohl langweilig werden könnte für Leser, die die ersten Bände nicht gelesen haben. Ich selbst habe auch nur diesen gelesen und fühlte mich an keiner Stelle, als ob ich etwas verpasst hätte.
Durch den einfachen Schreibstil konnte ich Seite um Seite lesen und somit ist es für mich ein richtiger Pageturner geworden. Von vorne bis hinten Spannend ohne Ende. Vor allem, weil mehrere Verdächtige in der Story vorkommen und man so als Leser gut miträtseln kann, wer denn der Täter sein könnte.
Das Thema, Cybermobbing, das die Autorin hier aufnimmt, ist mehr super aktuell ohne zu nerven, da man von jeder Seite damit bombardiert wird.
Ich konnte mich gut mit den Charakteren identifizieren. Sie sind gut gezeichnet und wirken sehr authentisch. 

Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen und ich kann ihn nur weiter empfehlen.

Dienstag, 30. Juli 2019

Rezension: Wir von der anderen Seite von Anika Decker

Was passiert wohl, wenn man eine Weile im Koma lag und wieder aufwacht? Diese Frage habe ich mir schon öfter gestellt, da es eine recht große Angst von mir ist.  Rahel ergeht es so. Durch eine Sepsis mit Organversagen wird sie ins künstliche Koma versetzt und wacht eine Woche danach wieder auf. Nach zwei weiteren Wochen zwischen Wachen und Schlafen ist sie wieder vollkommen da und ein Reha Aufenthalt liegt vor ihr.

Zuerst konnte ich gar nichts mit dem Cover und dem Titel anfangen. Aber im Laufe der Lektüre wurde alles etwas klarer. So kommt das Eichhörnchen auch in der Story vor und Rahel nennt sich selbst und andere Kranke, 'Von der anderen Seite'. Was man gut nachvollziehen kann, da sie erstens im Koma war und zweites ein Krankenhaus auch eher wie eine andere Seite ist.
Auch den Klappentext finde ich super, er verspricht eine tolle Story ohne zu viel zu verraten.

Rahel als Charakter fand ich sehr angenehm. Ich liebe ihre Art, wie sie mit anderen Spricht. Immer einen witzigen Spruch auf den Lippen ohne zu dumpf und pseudolustig zu sein.
Man merkt auch schön, wie die ganze Familie zusammenhält, da immer jemand bei ihr ist. Nur ihr Freund Olli scheint sich etwas zu distanzieren und im Laufe der Geschichte wird auch schnell klar warum dies so ist.
Das war auch eine der Sachen mit der ich nicht wirklich gerechnet habe. Aber zu viel möchte ich auch nicht verraten.

Auch wenn ich sonst solche Bücher eher nicht lese, bin ich positiv überrascht worden. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch in einem Tag gelesen, da ich es so spannend und aber auch witzig fand.
Ich kann es also nur empfehlen. Lest es!

Rezension: Perfectly Broken von Sarah Stankewitz

Brooklyn zieht nach dem Tod ihres Freundes in eine andere Stadt um wieder auf die Beine zu kommen. Dort zieht sie in eine Wohnung mit einer Tür zur Nachbarwohnung. Nicht nur das, auch die Wände sind dünn, sodass sie nicht nur die ständigen Streitereien des Nachbars mit seiner Freundin mitbekommt, nein, sie fangen an sich durch die Wand zu unterhalten und es dauert nicht lang und sie entwickeln Gefühle füreinander.

Der Titel 'Perfectly Broken' passt zum Buch wie die Faust aufs Auge. Nicht nur, weil der Ausspruch mehr oder weniger sogar im Buch vorkommt. Das Cover finde ich auch sehr passend, da es wie Marmor gehalten ist. Was ja manchmal Einschlüsse hat und somit auch aussieht wie gebrochen, dabei dennoch irgendwie perfekt ist.

Der Schreibstil war toll. Ich bin nur so durch das Buch geflogen und habe es innerhalb von einem Tag nur so inhaliert. Ich mochte es sehr, dass beide Protagonisten in den Kapiteln zu Wort kamen. Somit gab es welche, die aus Brooklyns Sicht aber auch aus Chases Sicht erzählt wurden. Ich finde, das bringt immer noch mehr TIefe in die Geschichte.
Die Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen. Ich konnte nachvollziehen, warum sie so reagieren, wie sie reagieren, auch wenn ich es manchmal für sehr drastisch gehalten habe, aber ich konnte mich in sie hineinversetzen. Sie waren mir auf jeden Fall beide sehr sympathisch und man hat nur so mit ihnen mitgefiebert. Die Zahl der Nebencharaktere hielt sich in Grenzen und man hat einen sehr guten Überblick gehabt, die Stories drumherum waren auch nicht zu lang oder zu langweilig. Es hat eben alles recht gut gepasst.
Alles in allem hat es mir recht gut gefallen. Ein paar Kleinigkeiten waren etwas komisch aber ansonsten was feines fürs Herz für Zwischendurch.