Dienstag, 18. September 2018

Rezension: vier zwei eins von Erin Kelly

Klappentext:
Am Anfang stand der Betrug. Es folgte die Lüge. Dann war es nur noch Feigheit. 
Und keiner hatte die leiseste Ahnung, in welche Katastrophe uns das alle führen würde.
Im Sommer 1999 erleben Kit und Laura eine totale Sonnenfinsternis in Cornwall. 
Beide sind jung und verliebt, sie sind fest davon überzeugt, dass sie noch viele solche Naturereignisse gemeinsam beobachten werden. 
Im fahlen Dämmerlicht danach, als sich der Schatten auflöst, glaubt Laura etwas gesehen zu haben. Eine brutale Vergewaltigung. Doch der Mann bestreitet alles. Die Frau schweigt. Seine Aussage gegen die von Laura. 
Monate nach der Gerichtsverhandlung steht die Frau plötzlich vor Lauras und Kits Tür. Schleicht sich auf merkwürdige Weise in ihr Leben. Nur Kit scheint zu sehen, was Beth Taylor wirklich ist: eine Bedrohung.
15 Jahre später leben Laura und Kit unter falschem Namen an einem geheimen Ort. Keine Kontakte in die sozialen Medien, kein Eintrag im Telefonbuch, nur gelegentliche Telefonate...

Meinung:
Das Cover hat mich sofort in den Bann gezogen. Es ist passend und fängt das mysteriöse einer Sonnenfinsternis ein. Die großen Orangenen Buchstaben sind auf jeden Fall ein Blickfänger und man nimmt das Buch in die Hand um mehr zu erfahren
Der Schreibstil ist einfach und man kann das Buch einfach so weglesen. Da ich den ersten Teil des Buches etwas zäh fand, kann ich es nicht wirklich als Pageturner bezeichnen, obwohl der Schluss diesen Titel auf jeden Fall verdient. 
Am Anfang hatte ich etwas Probleme in die Story reinzukommen. Da war auch ein Kapitel, dass ich so nichtssagend fand, dass man es eigentlich auch einfach aus der Story hätte herausstreichen können. Es zeigte zwar die Angst, die Laura empfand aber irgendwie kam trotzdem zu wenig dabei herum. Ab der Mitte nimmt die Story dann ganz schön an Fahrt auf. Ab da kann man schon von einem Pageturner sprechen. Da war es für mich dann auch einfacher das Buch wieder in die Hand zu nehmen. Es kamen so viele unvorhersehbare Wendungen. Kit hatte mich ja sogar schon so weit, dass ich Beth sehr unsympathisch fand und sie schon fast als Stalkerin abgetan habe, was sie aber im Endeffekt gar nicht war. Eigentlich war er mir im ganzen Buch noch am Sympathischsten, da ich er so Bodenständig zu sein schien. Aber da hat er mich wohl total geblendet. Da er die ganze Geschichte eigentlich nur zu der gemach hat, die sie ist.
Ich möchte nun aber nicht zuvorgreifen. Lest das Buch! Quält euch durch den Anfang, es wird belohnt.

Dienstag, 11. September 2018

Rezension: Arlo Finch - Im Tal des Feuers von John August

Ich glaube es war das Cover, das mich dazu veranlasst hat die Leseprobe zu lesen. Das Buch ist so schön aufgemacht mit den Abzeichen der Ranger, die über jedem neuen Kapitel pranken. Auch die Bilder, die immer mal wieder im Buch vorkommen, sind mit Liebe zum Detail gezeichnet. Sie passen immer sehr gut zum Geschehen der gelesenen Seite. Es sind auch nur ein paar Bilder, die darin vorkommen. Sie sind nicht störend sondern lockern das Buch auf. Immerhin ist es für Kinder ab 10 Jahren gedacht. Dennoch ist das Buch definitiv etwas für Erwachsene und vor allem in Einsteiger in die Fantasy Richtung. Man wird nicht sofort mit allem überfordert sondern alles wird gut und Kindgerecht erklärt, da der Protagonist auch erst 12 Jahre alt ist. Manchmal kam er mir vielleicht etwas zu naiv und seine Freunde zu erwachsen vor, aber alles in allem hat es mich nicht so sehr gestört. Ich habe das Buch nur so verschlungen. Auch der Schreibstil ist für Kinder super geeignet. Einfach und leicht verständlich. Alles in allem finde ich das Buch sehr gut und spreche eine Leseempfehlung aus. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band, der aber leider erst im Herbst nächsten Jahres herauskommt.

Samstag, 8. September 2018

Rezension: Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit von Rose Snow

Klappentext:
June glaubt nicht an die alten Legenden des sagenumwobenen Cornwall, als sie beschließt, ihr Abschlussjahr bei ihrem Onkel in England zu verbringen. Allerdings stößt sie vor Ort nicht nur auf ein prächtiges Herrenhaus voller Geheimnisse, sondern auch auf die ungleichen Brüder Blake und Preston, die eine magische Anziehung auf sie ausüben. Doch die beiden scheinen ihr etwas zu verschweigen – und während Junes verbotene Gefühle für die Zwillinge immer stärker werden, ziehen rätselhafte Ereignisse sie unaufhaltsam in ihren Bann. Bis ein einziger Augenblick alles verändert und June merkt, dass eine uralte Gabe in ihr erwacht …

Meinung:
Ich habe das Buch nur so verschlungen. Meiner Meinung nach, hat es zwar etwas zu lange gedauert bis die eigentliche Story richtig an Fahrt aufgenommen hat, aber das ist mir erst recht viel später aufgefallen. Es war nicht wirklich langweilig und langatmig wie bei anderen Büchern aber dennoch ist es mir aufgefallen. Was mich etwas gestört hat, war, dass June gleich mit beiden Brüder rumknutscht. Irgendwie wäre es schöner gewesen, wenn sie sich einen aussucht oder einfach jemanden ganz anderes mögen würde. Klar es braucht diese Beziehung unter ihnen um die ganze Story am laufen zu halten und einige Verbindungen zu erklären aber dennoch hat mich das irgendwie gestört. Mal sehen wie das in den anderen Bänden weiter geht. Ich konnte mich mit June sehr gut identifizieren und auch ihre Reaktionen nachvollziehen. Vielleicht hätte das Buch etwas interessanter gestaltet werden können, wenn mal ein oder zwei Kapitel aus der Sucht der Brüder geschrieben worden wären. Aber das ist hier Kritik auf höchstem Niveau. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band der leider noch viel zu lange auf sich warten lässt. Definitiv gibt es eine Leseempfehlung.

Mittwoch, 5. September 2018

Rezension: Text von Dmitry Glukhovsky

Klappentext:
Moskau, im Herbst 2016: Als Ilja nach sieben Jahren Straflager nach Hause kommt, ist nichts mehr, wie es war. Seine Mutter stirbt wenige Tage vor seiner Rückkehr an einem Herzinfarkt, seine Freundin ist längst mit einem anderen zusammen, und sein Jugendfreund begegnet ihm mit größtem Argwohn. Enttäuscht ertränkt Ilja seine Trauer im Alkohol, bis er im Rausch der Verzweiflung jenen Fahnder aufsucht, der ihn vor sieben Jahren zu Unrecht hinter Gitter brachte. Im Affekt ersticht Ilja ihn und nimmt ihm sein Smartphone ab. Als Ilja nach seiner Tat im Handy des verstorbenen Petja stöbert, stößt er auf verstörende Spuren aus dessen Vergangenheit. Und immer wieder erreichen ihn besorgte Nachrichten von Petjas Mutter und dessen schwangerer Freundin Nina. Ilja beginnt, ihnen an Petjas Stelle zu antworten, und seine Identität verschmilzt immer mehr mit der jenes Mannes, den er getötet hat.

Meisterhaft verknüpft Dmitry Glukhovsky das Schicksal zweier junger Männer, die sich schuldig gemacht haben, jeder auf seine Weise. Und so fühlt sich der eine dazu verurteilt, das Leben des anderen zu Ende zu führen – hat er doch mit dessen Smartphone sein Seelen-Reservoir gefunden, die Bilder und Chats, den TEXT seines Lebens. Ein außergewöhnliches Werk, das an die große russische Erzähltradition mit ihrer immer wiederkehrenden Frage nach Schuld und Sühne anschließt und Bestsellerautor Dmitry Glukhovsky von einer aufregend neuen Seite zeigt.

Meinung:
So gut wie mir dieses wunderschöne Cover gefallen hat, so schwer hatte ich es mit der Story. Eigentlich dachte ich vom Klappentext her, dass es voll meines wäre. Aber zum Schluss kam ich doch nicht richtig mit dem Schreibstil des Autors zurecht. Ich bin oft über Russische Namen und Städte gestolpert, was mir schon in der Leseprobe passiert ist, wo ich aber dachte, dass es nicht ganz so schlimm sein kann und ich doch damit klar komme. Leider war dem nicht so. Das hat irgendwie meinen ganzen Leseflow kaputt gemacht. Insgesamt war mir die ganze Grundstimmung etwas zu düster. Klar, Ilja ist gerade aus einem Straflager gekommen, seine Freundin ist weg und seine Mutter tot, aber irgendwann sollte man sich doch auch mal etwas weiter entwickeln. Dem war aber irgendwie nicht ganz so. Ich konnte auch die Handlungen von Ilja nicht so ganz nachvollziehen aber anscheinend ist ja gerade in Russland groß mit Prostitution, Korruption und Drogenhandel.
Für mich hat alles etwas viel zu Chaotisch gewirkt und ich konnte mich auch rein gar nicht mit den Charaktern identifizieren. Das Buch war leider so gar nicht meins und ich habe mich mehr durchgequält, als dass die Lektüre wirklich Spaß gemacht hätte.
Definitiv nur was für Liebhaber.

Montag, 3. September 2018

Rezension: Dreckiger Schnee von Joseph Knox

Ich glaube ich war ein bisschen zu naiv als ich dachte, dass es bei 'Dreckiger Schnee' wirklich um Schnee geht, der schmutzig geworden ist. Aber ich habe nicht lange für den 'AHA'-Moment gebraucht. Das Cover hat mir sehr gut gefallen, vor allem, dass die Lines etwas erhaben sind. Nur warum sie als eine Art Kreuz angeordnet sind, da habe ich keinen Reim darauf. 
Den Protagonisten Waits finde ich sehr sympathisch. Auch, wenn ich nicht viel von Drogen halte und er sich eigentlich ständig zuballert, mochte ich seine Art. Die Story war durch und durch spannend und für mich ein Pageturner oder Ende. Ich mochte auch die kurzen Kapitel, die jedoch immer mal von längeren abgelöst wurden. Das hat für mich auch noch etwas besonderes mit reingebracht. Das Ende kam für mich dann doch etwas überraschend. Ich weiß nicht was ich erwartet habe aber das wahrscheinlich nicht so. Aber alles in allem hat mir der Thriller recht gut gefallen.

Mittwoch, 29. August 2018

Rezension: Dark Palace von Vic James

Ich habe die Lektüre des Buches sehr genossen. Der Schreibstil ist einfach und auf jeden Fall wurde alles gut erklärt. Zumindest was die Sache mit dem 'Geschick' angeht. Vielleicht etwas zu spät, aber besser spät als nie.
Das Cover hat mich auch sehr angesprochen. Es spiegelt auf jeden Fall diese Düsternis wieder, die man ja in der Sklavenzeit erlebt. Zumindest in Millmoor. Wenn man zu Erbürtigen nach Keyston kommt, dann hat man es auf jeden Fall nicht ganz so schwer.
Der Gegensatz zwischen der Sklavenstadt und dem Herrenhaus hätte besser nicht getroffen werden können. Man hat richtig mit Luke mitfiebern können. Ich mochte auf jeden Fall den Charakter Luke. Wie er sich in Millmoor daran macht anderen zu helfen. Natürlich wird er zum Schluss Opfer einer Intrige aber derjenige wird bestimmt im nächsten Band noch sein Fett weg kriegen. Mir hat auch sehr gut gefallen, dass die Kapitel immer von einem anderen Charakter aus erzählt würde. Das hat dem ganzen etwas mehr Tiefe gegeben.
Das Buch hat mir durch und durch gefallen. Ich habe aber ein Stern abgezogen, da ich zwischendrin eine Lesedurststrecke hatte und mich etwas quälen musste. Es war zu der Zeit nicht ganz so spannend. 

Rezension: Slow Horses von Mick Herron

Klappentext:
River Cartwright ist ein ausgemusterter MI5-Agent, und er ist es leid, nur noch Müllsäcke zu durchsuchen und abgehörte Telefonate zu transkribieren. Er wittert seine Chance, als ein pakistanischer Jugendlicher entführt wird und live im Netz enthauptet werden soll. Doch ist das Opfer der, der er zu sein vorgibt? Und wer steckt hinter den Entführern? Die Uhr tickt, und jeder der Beteiligten hat seine eigene Agenda. Auch Rivers Chef.

Meinung:
Das erste Kapitel war so spannend gemacht, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste. Leider wurden meine Erwartungen nicht vollständig erfüllt. Ich finde, dass der Hauptcharakter River, ein ziemlich cooler Typ ist, der meist die genialsten Sprüche drückt. Er kommt mir auf jeden Fall sehr sympathisch rüber.
Man erfährt aber nicht nur gefühlt alles von ihm, nein jede einzelne Person wird vorgestellt. Aber dadurch geht für mich ein bisschen die Story, die auf dem Klappentext versprochen wurde, flöten. Erst zur Mitte des Buches bekommt man das, was man erwartet. Für mich ist das leider viel zu wenig. Es ist zwar schön, wenn man Charaktere gut kennen lernt, aber das war ein bisschen zu viel des guten. Ich musste bei der Lektüre auf jeden Fall öfter Schmunzeln weil der Autor super Umschreibungen benutzt hat. Da ja nun alle ins kleinste vorgestellt wurden, kann ja eigentlich der zweite Teil nur sehr gut werden. Ich werde ihn mir dann auf jeden Fall mal anschauen, immerhin kam ich ja sonst gut mit dem Autor und seiner Schreibweise klar.